Erkältungszeit ist auch Herpeszeit

Der Begriff Herpes stammt aus dem griech. Wort "herpein" und bedeutet "kriechen". Das Wort beschreibt die schleichende Ausbreitung einer Herpesinfektion der Haut. Herpeserkrankungen treten besonders gerne dann auf, wenn der Körper sowieso geschwächt ist, wie z.B. bei Streß oder im Rahmen von Infekterkrankungen. Die Winterzeit ist die Erkältungszeit, und daher treten Herpeserkrankungen gehäuft auch in den Wintermonaten auf.....was muß man wissen?

 

herp simp

 

Wie verläuft eine Herpesinfektion?

Die Übertragung von wirtsspezifischen Herpesviren erfolgt meistens durch engen Körperkontakt per Tröpfchen- oder Schmierinfektionen. Ebenfalls bei der Geburt ist eine Infektion des Neugeborenen möglich. Personen die keine Symptome aufweisen, können Viren über Speichel- und Genitalsekret ausscheiden. Herpesviren vermehren sich in epidermalen Zellen, Nervenzellen und Lymphozyten. Dadurch werden unterschiedliche Erkrankungen hervorgerufen. Primärinfektionen bestehen auch ohne, dass sich Symptome erkennbar machen müssen. Der weitere Verlauf wird von den dauerhaften Viren in der Wirtszelle und der evtl. erneuten Aktivierung des Virus bzw. Krankheitsbildes bestimmt.

Der Virus verharrt sozusagen in einem „Schlafzustand“ in der Zelle. Das virale Genom bildet keine infektiösen Viruspartikel, jedoch wird es nicht mehr aus dem Wirt eliminiert. Man spricht hier von einer sog. Latenten Infektion. Das Virus kann also jederzeit wieder ausbrechen. Verschiedene Faktoren wie z.B. UV-Strahlen, können zur sog. Reaktivierung des Virus beitragen. Antivirale Therapien bei Herpeserkrankungen verhindern die Vermehrung des Virus aber nicht das Bestehen des Virus im Wirt.

 

 

 

 

 Herpes simplex-Virus Typ 1&2

Die Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet und infizieren am häufigsten die Haut oder Schleimhaut und vermehren sich in den sog. Epithezellen. Die Wirtszelle wird zerstört und somit breiten sich die Viren auch in den Nachbar Zellen aus. Bei einer Infektion bilden sich Herpesbläschen, die aufplatzen und die dabei austretende Flüssigkeit enthält ebenfalls eine hohe Anzahl an infektiösen Viren.

Eine Primärinfektion zeigt eher selten Symptome und kommt nicht so häufig vor, wie die rezidivierende Herpesinfektion. Im Gegensatz zur Primärinfektion verläuft diese jedoch milder und heilt schneller ab. Die beiden Virustypen HSV-1 & HSV-2 ähneln sich in Bezug auf Übertragung, Infektionsverlauf und den Symptomen. Leidet man allerdings unter einem der beiden Virustypen, ist eine Infektion mit dem anderen Virustyp nicht ausgeschlossen. Je nach Lokalisation werden die Erkrankungen als Herpes labialis und Herpes genitalis bezeichnet. Die Häufigkeit an Revidize sinkt mit dem zunehmenden Lebensalter.

Die am häufigste rezidivierende Herpesinfektion, ist der Herpes labialis. Er äußert sich anfangs mit Symptomen wie Kribbeln, Brennen, Schmerzen oder Spannungsgefühl der Haut. Später entsteht dann ein Erythem mit schmerzhaften Papeln, die gruppiert und angeordnet auftreten. Schnell wandeln diese sich in Bläschen um, die mit einer hochinfektiösen Flüssigkeit gefüllt sind. Beim aufplatzen der Bläschen tritt sie aus und es bilden sich Krusten. Eine Abheilung dauert zwichen 10 und 14 Tagen.

 

 

 

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