Tripper rechtzeitig erkennen

Die häufigste Geschlechtskrankheit des Menschen wird durch eine bakterielle Infektion durch Gonokokken (Neisseria gonorrhoeae) verursacht, die in erster Linie durch direkten Kontakt mit den Schleimhäuten übertragen werden. Außer beim Geschlechtsverkehr ist auch die übertragung der Bakterien von der Mutter auf das Kind während der Geburt möglich. Die Anzahl der Tripper-Erkrankungen ist seit einigen Jahren rückläufig.

Beschwerden: Der Krankheitsverlauf und -befund ist bei beiden Geschlechtern unterschiedlich und kann zunächst beschwerdearm sein. Nach zwei bis zehn Tagen beginnt die Erkrankung beim Mann mit Schmerzen beim Wasserlassen und schleimigem, gelbgrünem Ausfluss aus der Harnröhre. Die Erreger können ebenfalls in die Prostata oder die Nebenhoden vordringen und dort zu einer Entzündung mit nachfolgender Unfruchtbarkeit führen. Bei der Frau bleibt der Tripper zu Beginn oft symptomlos, da er bei ihr nur wenig Beschwerden oder nur uncharakteristische Symptome wie Brennen beim Wasserlassen oder Scheidenausfluss verursacht. Später können durch ein Aufsteigen der Keime Entzündungen der Gebärmutter oder Eileiter zu Unfruchtbarkeit führen. Sowohl beim Mann wie bei der Frau können die Erreger über die Blutbahn in andere Organe gelangen, was zu schubweisen Fieberphasen, Hautekzemen und Gelenkbeschwerden führt. Je nach Ort des Erstkontaktes können statt der Geschlechtsorgane auch andere Körperbereiche betroffen sein. So entwickelt sich möglicherweise eine Rachenentzündung oder eine Mastdarmentzündung. Wenn sich Neugeborene im Geburtskanal infizieren, entwickeln sie innerhalb weniger Stunden eine eitrige Augenbindehautentzündung, die zur Blindheit führen kann (Gonokokkenkonjunktivitis).

Die Diagnose des Tripper erfolgt durch Ausstriche von Genitalsekreten oder durch Bakterienkulturen auf Spezialnährböden. Spezifische Antikörper gegen die Erreger sind ab der 5. Woche nach der Infektion nachweisbar.

Behandlung: Unter antibiotischer Behandlung heilt die Infektion meist schnell und folgenlos ab; bei komplizierten Verläufen müssen Antibiotika hoch dosiert intravenös gegeben werden. Zur Vermeidung einer immer wieder auftretenden Wiederansteckung durch den nicht behandelten Sexualpartner (so genannte Ping-Pong-Infektion) ist eine gleichzeitige Partnerbehandlung erforderlich. Sieben Tage nach Therapieende wird durch einen erneuten Abstrich der Behandlungserfolg kontrolliert.

Auch hier gilt: Vorbeugen ist besser als heilen! Also Kondome benutzen, da diese den besten Schutz vor einer Ansteckung bieten.

 

 

 

 

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