Beine, die man zeigen kann

Typische Probleme mit den Beinen

Gerade die blau gefüllten, geschlängelten und oft dick an den Beinen hervortretenden Krampfadern sind viel mehr als nur ein kosmetisches Problem. In jedem Fall aber entstehen sie nicht von heute auf morgen.

Erst schlaffe Venen, dann Krampfadern

Unsere Beinvenen leisten Schwerstarbeit für unser Kreislaufsystem. Täglich etwa 4.500 Liter verbrauchtes Blut pumpen sie in Richtung Herz. Unterstützt werden sie dabei zum einen durch die Saugkraft des Herzens, zum anderen von den Venenklappen, die verhindern, daß das Blut zurück in die Beine fließt.

Schwache Venen werden unter dem Druck des Blutes geweitet und können es dann nicht mehr so kraftvoll zum Herzen hin transportieren. Funktionieren dann in Folge die Venenklappen nicht mehr, kommt es zu Beschwerden: geschwollene und schmerzende Beine oder Knöchel, Wadenkrämpfe, Besenreiser bis hin zu Krampfadern, die sich zu schlimmen Venenerkrankungen entwickeln können. Zuviel Stehen - womöglich noch auf hohen Absätzen, zuwenig Bewegung und übergewicht fördern Krampfadern. Darüber hinaus spielt die ererbte Veranlagung eine Rolle. Wenn in der Familie häufig Krampfadern vorkommen, ist es wichtig, frühzeitig mit der Vorbeugung anzufangen. Eine Venenschwäche zeigt sich oft schon, bevor man Beschwerden verspürt. Zum Beispiel als Besenreiser.

Was haben Besenreiser mit dem Reiserbesen gemeinsam?

Nur den Namen! Denn während der aus kleinen, verzweigten ästchen zusammengebundene Besen fast in Vergessenheit geraten ist, fallen die Besenreiser - leider - immer wieder ins Auge. Die blauroten erweiterten äderchen erscheinen anfangs recht unauffällig am Knöchel oder an den Innen- und Außenseiten der Oberschenkel. Besenreiser können sich aber stark vermehren und werden dann unter Hosen und langen Röcken versteckt. Sie sind zwar meist völlig harmlos, können aber auch erstes sichtbares Zeichen einer Venenerkrankung sein. Deshalb scheuen Sie sich nicht, Besenreiser Ihrem Arzt zu zeigen - vor allem, wenn Sie unter Schwellungen im Knöchelbereich oder Schweregefühl in den Beinen leiden.

Krampfadern

... sind kein typisches Frauenleiden, auch Männer entwickeln die oft dick und tiefblau durch die Haut hervortretenden Venengeflechte (können sie aber besser unter langen Hosen verstecken). Mit Krämpfen haben die Krampfadern eigentlich nichts zu tun, der Name bedeutete ursprünglich - krumm - und beschrieb damit den geschlängelten Verlauf der Venen. Medizinisch heißen die überdehnten und zu lang gewordenen Krampfadern Varizen. Das Blut fließt dort langsamer, in manchen Abschnitten staut sich das Blut, drückt dann auf die Venenwände. Die Venenklappen schließen nicht mehr richtig.

Ausgeprägte Blutstauungen in den Venen sehen nicht nur häßlich aus. Sie führen auch zu einer Minderversorgung des umliegenden Gewebes und sollten daher nicht nur aus ästhetischen Gründen behandelt werden, sondern um Folgekomplikationen wie Thrombosen und offene Beine zu verhindern.

So halten Sie Ihre Beine gesund

Bewegen Sie sich! Alles, was die Beinmuskulatur in Schwung bringt, tut auch Ihren Venen gut: Wandern, Joggen, Schwimmen, Rad fahren, Skilanglauf, Golf oder einfach Spazierengehen. Laufen Sie barfuß. Kalte Wadengüsse - am besten täglich und von unten nach oben - erfrischen und beugen Krampfadern vor. Vorsicht aber vor zu heißem und eiskaltem Wasser. Tragen Sie vorzugsweise flache, feste und bequeme Schuhe. Sie unterstützen nicht nur die - Beinarbeit - , sondern sind auch für Ihren Rücken eine Entlastung. Elastische Stützstrümpfe stärken die Muskelarbeit und fördern den Rücktransport des Blutes zum Herzen hin. Lagern Sie Ihre Füße nachts auf einem Kissen oder Keil hoch. Machen Sie um jeden Fahrstuhl einen Bogen! Treppensteigen bringt die Venen-Muskel-Pumpe auf Trab und stärkt das Herz. Eine Qual für die Venen

Langes Stehen oder Sitzen mit übereinandergeschlagenen Beinen. Hohe Absätze. Sie schwächen die Beinmuskeln. Direkte Sonne, Sauna (mit Einschränkung) oder ein zu heißes Bad. Zuviel Wärme erweitert die Venen und verlangsamt dadurch den Blutfluß

übergewicht. Durch zusätzliche Pfunde werden die Beine übermäßig belastet.

Das hält die Venen fit

Fersen wegstrecken und die Zehen heranziehen und entspannen. Erst auf den Fußspitzen, dann auf den Fersen umherlaufen. Im Zehenstand die Fersen kreisen lassen. Andere Behandlungsmethoden

Nehmen Sie Venenleiden nicht auf die leichte Schulter. Ihr Arzt wird Ihnen raten, welche Behandlungsmöglichkeit für Sie die beste ist.

Kompression: Kompressionsverbände und -strümpfe sind die Grundlage jeder Venenbehandlung. Sie üben gezielt Druck auf die Venen aus. Dadurch normalisiert sich der Blutfluß und die Venenklappen können sich wieder besser schließen. Verödung (Sklerosierung): Eine Verödung bringt kleinere Krampfadern und nach Operationen übriggebliebene Restadern zum Verschwinden. Dabei wird ein Verödungsmittel in die Vene gespritzt. Die Venenwände verkleben und das Blut sucht sich seinen Weg über die gesunden Venen. Operation (Stripping): Ausgeprägte Krampfadern können nur operativ entfernt werden. Voraussetzung dafür ist, daß die tiefen Beinvenen einwandfrei funktionieren. Beim sogenannten Venenstripping macht der Arzt einen kleinen Einschnitt, führt eine biegsame Metallsonde in die Vene und zieht sie damit heraus. Wichtig ist die anschließende Kompressionsbehandlung.

 

 

 

 

 

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