Schutz vor Sonnenallergie / UV-Strahlen (2)

Kommt es an der Sonne zu Hautirritationen wie Juckreiz, Bläschenbildung und Rötungen, so kann dies ein Indiz für eine Sonnenallergie sein. Damit eine Sonnenallergie die Urlaubsfreuden nicht trübt, sollten einige Tipps beachtet werden.


Wodurch eine Sonnenallergie ausgelöst werden kann?

Bei der Sonnenallergie handelt es sich nicht um eine Allergie im medizinischen Sinne. Aufgrund der Ähnlichkeit zu allergischen Reaktionen, wird sie jedoch im Volksmund so bezeichnet. Noch sind die genauen Ursachen für eine Sonnenallergie nicht bekannt. Unter anderem wird vermutet, dass die Veränderungen der Haut durch eine Autoimmunreaktion bewirkt werden und dabei die Immunreaktion auf das UV-Licht anders ablaufen könnte als bei Nichtbetroffenen. Hierbei scheinen die normalen Schutzmechanismen gegen Radikale zu versagen. Andere Theorien halten hingegen ein Ungleichgewicht zwischen Antioxidantien und Oxidantien in Zellen der Oberhaut für ursächlich. Bei 75% der Betroffenen ist eine erhöhte UV-A Strahlung und bei 10% eine erhöhte UV-B Strahlung der Auslöser der Reaktion. Die übrigen 15% reagieren sowohl auf Anteile an UV-A sowie an UV-B Strahlung. Unter dem Begriff Sonnenallergie werden gleich mehrere Krankheiten subsumiert. Die am weitesten verbreitete Form ist die sogenannte Polymorphe Lichtdermatose, die auch Sonnenekzem genannt wird. In Mitteleuropa ist jeder Zehnte hiervon betroffen, Frauen häufiger als Männer. Häufig tritt die Allergie bei Menschen mit Fototyp 1 oder 2 auf. (Welcher Fototyp sind sie?) Überwiegend weisen vor allem junge Erwachsene und Kinder diese Art der Sonnenallergie auf, wobei sie grundsätzlich in jedem Alter auftreten kann.

Wie sich eine Sonnenallergie bemerkbar macht

Vor allem dann, wenn die Haut nach längerer "Sonnenabstinenz" einer ungewohnt hohen Dosis Sonnenstrahlen ausgesetzt wird, zeigen sich die typischen Symptome einer Sonnenallergie. Auf den Hautstellen, die den UV-Strahlen ausgesetzt waren, bilden sich nach wenigen Tagen oder gar schon nach Stunden fleckige sowie stark juckende Rötungen. Meist entstehen dann auch Bläschen oder Knötchen (Papeln). Je nachdem, wie die Hautveränderung ausfällt, unterscheidet der Mediziner drei Hauttypen von Sonnenallergie:

- Papulöser Typ

Hierbei treten sehr kleine Hautverdickungen (sogenannte Papeln) mit einem Umfang von bis zu 3 mm auf, die in Form und Ausprägung unterschiedlich ausfallen können. Ferner kommt es in der Haut zu kleinen punktförmigen Einblutungen.

- Plaques Typ

In diesem Fall kommt es zu flachen Hautveränderungen (sogenannte Plaques), welche bis zu 2 cm groß werden können.

- Papulovesikulärer Typ

Gekennzeichnet ist dieser Typ durch eine Kombination aus unterschiedlich großen Bläschen (Bullae, Vesikel) und Papeln. Betroffene weisen hierbei in der Regel quaddelartige Papeln auf, in deren Mitte meist ein Bläschen sitzt.

Wie Sie einer Sonnenallergie vorbeugen können

Akute Symptome einer Sonnenallergie lassen sich relativ leicht behandeln. Die wichtigste Maßnahme lautet zweifelsohne Sonnenschutz. Hierbei sollten Sie die Sonne vor allem in den intensiven Mittagsstunden meiden und die Haut mit Kleidung vor den UV-Strahlen schützen.

Ferner sollten Sie die Haut nur langsam an die Sonne gewöhnen. Spätestens bei ersten Anzeichen einer Allergie sollten Sie sofort aus der Sonne gehen. Um die Heilung zu beschleunigen, ist eine örtliche Behandlung mit einer Lotion oder Creme geeignet, welche Kortikoide enthält. Dieser körpereigene Wirkstoff ist u. a. in entzündungshemmender Hydrokortison-Creme enthalten, welche dabei hilft den Juckreiz zu stillen und somit die Allergiesymptome abschwächt. Eine Therapie mit Antihistaminika vermag den durch die Sonnenstrahlen ausgelösten Juckreiz zu lindern. Sonnenschutzmittel sollten einen möglichst hohen Lichtschutzfaktor (30 bis 50) aufweisen und einen UV-B- sowie UV-A-Filter enthalten. Eine vorbeugende Wirkung entfaltet ferner das Auftragen des Antioxidans AGR (Alpha-Glucosylrutin). Prophylaktisch hilft zudem die Gabe von Beta-Carotin. Auch mit sich wiederholenden Ganzkörperbestrahlungen im Rahmen einer Phototherapie kann eine Sonnenallergie verhindert werden. Vom Besuch eines Sonnenstudios sollten Sie absehen.

 

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