Textiler UV-Schutz

 

Textiler UV-Schutz

Keine Sonnenschutzcrème wirkt besser als Kleidung!
Nun ist es natürlich so, dass man nicht alle Körperteile verhüllen kann.
Aber Textilien sind als UV-Schutz geradezu deshalb gut geeignet, da sie durch entsprechende Materialien sehr  
effektiv vor zu intensiver Sonnenbestrahlung schützen. Es werden UV-Schutzfaktorzahlen (UPF) erreicht, die stärker  
als die stärksten Sonnenschutzmittel (Sunblocker) sind.

Normale Kleidung lassen auch UV _ Strahlen passieren, so hat ein weißes T - Shirt nur einen geringen Sonnenschutz.

UV Schutzkleidung wird daher auch normiert.

Zur Feststellung eines UV-Schutzfaktors bei textilen Materialien muss ein normiertes Messverfahren eingesetzt  
werden. Es gibt einen UV Standard 801.

Außer der festen Webart gibt es noch die Möglichkeit, den Stoff mit UV-abweisendem Material zu behandeln.

Da auch heller Sand und Wasser die Sonnenstrahlen reflektieren, müssen die Prüfbedingungen dies simulieren.

Gerade Kinder benötigen sonnendichte Kleidung, gerade im Sommerurlaub.

In Europa werden nur solche Textilien ausgezeichnet, die einen UPF von mindestens 30 haben und bei denen der  
durchtretende Anteil der UVA-Strahlung unter 5% liegt.

Wie verhalten sich unterschiedliche Stoffe:

- Chemiefasern wie Polyamid und Polyester haben Zusätze wie z. B. Titandioxid, die einem physikalischen  
Sonnenschutz aus kosmetischen Sonnenschutzmitteln entsprechen.
- Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen und die daraus hergestellten Garne und Gewebe haben folglich dies nicht  
und sind wegen ihrer ungleichmäßigen Webstruktur auch stärker für UV-Strahlung durchlässiger.
- Auch wird gerade bei Naturfasern der UPF (Ultra Violet Protection Factor) durch Feuchtigkeit herabgesetzt.
- Bei gleichem Grundmaterial sind Textilien mit dunkler Farbe effektiver als Kleidung mit hellen Farben.
- Gewebte Materialien verändern unter Spannung ihren UPF weniger als Maschenwaren.  Einsatz kommt.
- Qualitativ überzeugende UV-Schutztextilien bestehen aus besonderen Chemiefasern.


Quelle: Hohenstein Institut Bönnigheim