Sonnenallergie

Hinter diesem Begriff stecken unangenehme Hautreaktionen der Haut auf UV - Licht. Hautärzte unterscheiden 3 Formen: (1) Polymorphe Lichtdermatose (PMD) (2) Mallorca-Akne (3) Photoallergische Reaktionen

(1) Polymorphe Lichtdermatose (PMD) Die häufigste aller Hautreaktionen tritt bevorzugt auf Hautpartien auf, die noch nicht an die Sonne gewöhnt sind (Ausschnitt, Schultern, Nacken). Meist äußert sich die PMD mit Quaddeln, juckende Flecken oder Bläschen. Verantwortlich für diese Hauterscheinungen ist die UVA-Strahlung. Meist sind junge Frauen davon betroffen. Da PMD unterschiedliche Erscheinungsformen hat, kann man nicht genau vorhersehen, wann Sie auftritt. Oft verschwindet der Ausschlag nach ungefähr ein bis drei Wochen Sonnengewöhnung, oder sie tritt nur im Urlaub im Süden auf. Zur Vorbeugung wird die Einnahme von Betacaroten (Provitamin A), rund einen Monat vor Antritt der Reise beginnend, empfohlen.

(2) Mallorca-Akne Diese Art der Sonnenallergie tritt durch Reaktionen zwischen UV-Licht der Sonne und Inhaltsstoffen der Sonnenschutzpräparate oder anderer Körperpflegemittel. Vor allem fetthaltige Inhaltsstoffe und Emulgatoren macht man für diese Reaktion verantwortlich. Auf der Haut - meist im Dekolleté - entstehen kleine akneartige Knötchen. Da die Zusammensetzung der heutigen Lichtschutzmittel immer mehr verfeinert wird, leiden nur noch wenige Menschen unter dieser Sonnenallergie. Zur Vorbeugung empfiehlt sich die Verwendung von fettfreien Sonnenpräparaten mit einem hohen UVA- Lichtschutz. Außerdem sollten während der gesamten Zeit des Sonnenbadens auch andere fetthaltige Pflegemittel möglichst gemieden werden.

(3) Photoallergische Reaktionen Viele Stoffe bilden durch Reaktion mit dem Sonnenlicht Abbauprodukte, die Allergien oder Hautverfärbungen auslösen können. So kann nicht nur die Einnahme von Arzneimitteln (z.B. Antibiotika, Antirheumatika, Entwässerungsmittel, Johanniskraut) zu solchen Erscheinungen führen. Aber auch der Kontakt mit manchen Pflanzen (Sellerie, Petersilie, Zitrusfrüchte, Saft des Feigenbaums, Bärenklau) ruft photoallergische Reaktionen hervor. Sollten Sie dauerhaft Arzneimittel einnehmen müssen, klären Sie vor Ihrem Urlaub ab, ob es Probleme mit der Sonne geben kann. Bei bekannten Allergien auf die chemischen Filter der Lichtschutzpräparate, empfiehlt es sich die Verwendung von Sonnenmitteln mit ausschließlich mineralischen Filtern, Mikropigmenten wie Titandioxid oder Zinkoxid. Auf dem Markt gibt es mittlerweile eine größere Auswahl an Sonnenschutz mit Mikropigmenten.