Hauterneuerung: Verdrängung ist alles!

Die Epidermis oder Oberhaut ist die Schicht, die für die Hauterneuerung maßgeblich verantwortlich ist. Die Hornzellen (Keratinozyten) machen den größten Teil der Epidermis aus. Die - Ursprungs- - Keratinozyten befinden sich in der untersten Schicht der Epidermis, dem Stratum basale. Hier vermehren sich die Keratinozyten, so dass immer wieder neue entstehen. Die älteren Keratinozyten werden dadurch, dass unten immer wieder neue Zellen gebildet werden, quasi nach oben weggedrängt. Auf diesem Weg verändern sich die Hornzellen, sie verändern ihre Gestalt, der Zellkern wird abgestoßen und sie verhornen. Die sich daraus ergebene Verhornungsschicht umgibt unseren ganzen Körper. Dies ist ein ganz normaler Vorgang, der von uns unbemerkt stattfindet.

Es gibt viele Hauterkrankungen, die mit einer gestörten und krankhaften Hauterneuerung einhergehen. Bei Schuppenflechte ist die Neubildung gelegentlich bis zum zehnfachen des Normalen erhöht. Die Hornzellen können sich bis auf ihrem Weg an die Oberfläche nicht normal verändern und sich abstoßen, so dass sie der Haut anhaften, und sich als eine silbrig-weiße Schuppung bemerkbar machen. Bei der Fischschuppenkrankheit (Ichthyosis) liegt der krankhafte Prozess darin, dass sich die verhornten Keratinozyten an der Oberfläche nicht abschilfern, sondern haften bleiben. Die Folge ist, dass bei Menschem mit Ichthyosis die Haut mit verhornten Schuppen belegt ist.