trockene Haut

Normalerweise ist die Haut glatt und geschmeidig, weil die Hornzellen der obersten Hautschicht von hauteigenen Fetten (Lipiden) zusammengehalten werden wie Backsteine durch Mörtel in einem Mauerwerk. Feuchtigkeit wird innerhalb dieses Mauerwerkes durch natürliche Feuchtigkeitsfaktoren gebunden. Bei trockener Haut sind die Lipide, also der Mörtel, und die natürlichen Feuchthaltefaktoren deutlich reduziert. Dadurch ist die normale Barrierefunktion der Haut gestört und die Haut verliert zuviel Feuchtigkeit. Charakteristisch für trockene Haut ist ein Mangel an natürlichen Feuchthaltefaktoren, die Feuchtigkeit in der Haut binden, z.B. Harnstoff (Urea) ein Mangel an Lipiden, um stabile Barrierefunktion aufzubauen, die auch vor einem Feuchtigkeitsverlust schützt. Bei Neurodermitis kommt es z.B. zu einer Störung des Fettsäure- Stoffwechsels in der Haut mit einem Mangel an Omega - 6 - Fettsäuren (Gamma - Linolen- und Linolsäure). endogene Faktoren: genetische Veranlagung Hormonelle Einflüsse (Frauen haben eine trockenere Haut als Männer) Biologische Hautalterung Erhöhtes Allergierisiko Ekzemanfälligkeit Krankheiten: Neurodermitis, Psoriasis, Ichthyosis, Diabetes

Exogene Faktoren: Hitze, Kälte, Luftfeuchtigkeit Lichtbedingte Hautalterung zu häufiges Waschen - Anmerkung: ein tägliches oder mehrmaliges Duschen ist oft nicht unbedingt notwendig, trocknet die Haut aber übermäßig aus. Oft reicht häufig ein einfaches Waschen der geruchsintensiven Areale wie Achseln, Leisten oder Genitalbereich völlig und es schont Ihre Haut. Aggressive Reinigungsmittel Strahlentherapie, Chemotherapie, Dialyse Unzureichendes Flüssigkeitsaufnahme

Wenn die Haut rau, rissig und schuppig ist Trockene Haut - Problematisch trockene Haut: Die Haut ist rau, spannt und neigt zu Juckreiz. Extrem trockene Haut: Die Haut ist sehr trocken, rissig, juckt und neigt zur Verhornung, Rötung und Schuppung. Trockene Haut ist also ein ernstzunehmendes Problem, das einer fachlichen Beratung in der Apotheke oder beim Hautarzt bedarf.

Trockene und extreme trockene Haut bleibt trotz intensiver Feuchtigkeitspflege oft rauh und schuppig. Sie spannt und ist wenig elastisch. Der Grund: es fehlt an natürlichen Feuchthaltefaktoren in der Haut, die normalerweise Feuchtigkeit in der Hornschicht finden. Einer der wichtigsten natürlichen Feuchthaltefaktoren ist Urea (Harnstoff).

Trockene Haut bei Neurodermitis Bereits 12 bis 15% der Kinder im Vorschulalter leiden an atopischer trockener Haut (Neurodermitis). Die beruht auf der verminderten Aktivität eines wichtigen Enzyms des Fettsäure - Stoffwechsels und ist genetisch bestimmt. Nahezu 40% der Neugeborenen tragen ein erhöhtes Risiko, an Neurodermitis zu erkranken. Im weiteren Verlauf entwickeln 40 % der Säuglinge mit Milchschorf eine Neurodermitis. Im Kleinkindalter sind davon neben dem Gesicht besonders die Ellenbeugen, aber auch Handgelenke und Kniekehlen betroffen. Die Haut verliert übermäßig viel Feuchtigkeit, sie trocknet aus, wird schuppig und gerötet. Am meisten leiden die Betroffenen jedoch unter dem starken Juckreiz, im Erwachsenenalter leidet weiterhin fast jeder Zweite an Neurodermitis. Neben der ärztlichen Therapiemaßnahmen ist eine regelmäßige Hautpflege mit parfümfreien Produkten auch in erscheinungsfreien Phasen wichtig, um die Symptome nachhaltig zu finden. Trockenheit, Rauhigkeit, Spannungsgefühl, Rötungen und Juckreiz sind typische Symptome atopischer Haut (Neurodermitis). Bei sehr vielen Neurodermitis - Patienten liegt ein gestörter Fettsäuren - Stoffwechsel der Haut mit einem Mangel an Linol- und Gammalinolensäure vor. Die Folge ist eine veränderte Lipidzusammensetzung in der Oberhaut und eine Schwächung der Barrierefunktion, die Entzündungsreaktionen begünstigt.

Ein Rezept für ein einfaches, aber hervorragendes Pflegebad: Ein bis zwei Esslöffel Olivenöl in eine Tasse Milch geben und umrühren, das Ganze in eine halbvolle, nur mit lauwarmen Wasser gefüllte Badewanne geben. 20 Minuten baden. Die Haut wird danach mit einem pflegenden Fettfilm benetzt sein.

 

 

 

 

 

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